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Stallgamaschen im Sommer – das musst du beachten

Dein Pferd hat eine leichte Sehnenzerrung. Nun überlegst du, zur Sicherheit auch im Stall Gamaschen anzulegen. Allerdings ist Hochsommer und selbst nachts herrschen hohe Temperaturen. Wir verraten dir, wie es mit den Stallgamaschen im Sommer trotzdem klappt.

Mehr Sicherheit durch Stallgamaschen

Es gibt eine ganze Reihe von Gründen, aus denen ein Pferd auch im Stall Gamaschen tragen sollte.

Einige Unglücksvögel verletzen sich ständig. Statt dauernd Wunden zu verarzten oder aufs Reiten zu verzichten, können Stallgamaschen wahre Wunder wirken.

Es gibt Pferde, die sich in ihren Boxen teils schwer verletzen. Hat ein Pferd einen Boxenkoller oder tobt nachts, solltest du natürlich über andere Haltungsbedingungen nachdenken. Allerdings gibt es auch Pferde, die aus gesundheitlichen Gründen zeitweise oder dauerhaft in der Box stehen müssen. Auch hier helfen Stallgamaschen Verletzungen zu vermeiden.

Ältere Pferde können sich beim Aufstehen und Hinlegen schwertun. Sie rutschen weg und schlagen sich die Fesselgelenke oder Sprunggelenke auf. Stallgamaschen puffern Reibungen und Schläge optimal.

Bei Arthrosepferden werden in schlimmen Fällen ebenfalls Gamaschen im Stall empfohlen. Wobei Arthrose im Hochsommer meistens weniger Probleme bereitet. Hier könnte auf die Stallgamaschen im Sommer sicher auch verzichtet werden.

Stallgamaschen im Sommer – das musst du beachten

Gamaschen stabilisieren nicht nur die Sehnen und Gelenke, sie wärmen auch. In vielen Fällen (Sehnenschäden oder Arthrose) ist diese Wärme sogar erwünscht. Sie beschleunigt den Heilungsprozess.

Im Sommer kann sich allerdings schnell zu viel Wärme unter Gamaschen bilden. Ein Hitzestau unter dicken Gamaschen kann dem Kreislauf des Pferdes zusetzen. Das solltest du unbedingt vermeiden.

Durch Schweiß und Wärme können sich schnell Druckstellen oder aufgewetzte Hautstellen an den Kanten der Gamaschen bilden.

Weiter musst du aufpassen, dass sich auf eventuell schon gereizte Hautstellen keine Parasiten setzen.

Der Lymphfluss kann durch dauerhaft angelegte Gamaschen nachhaltig behindert sein. Wenn das der Fall ist, steht dein Pferd morgens mit angelaufenen Beinen da. Dann sitzen die Gamaschen definitiv zu eng.

Mit diesen Tipps und Tricks klappt es trotzdem

Entscheide dich für die richtigen Gamaschen

Lege deinem Pferd im Stall möglichst weiche und nicht zu fest sitzende Gamaschen an. Wickelbandagen sind zwar leicht, müssen aber zu fest gebunden werden, damit sie über Nacht sicher halten.
Besser sind Gamaschen mit Mehrfach-Klettverschlüssen. Im Handel gibt es eigens für diesen Zweck gedachte Stallgamaschen.

Wenn wärmend, dann nur mit Atmungsaktivität

Luxusmodelle mit Keramikfasern, wie sie beispielsweise für Arthrose- oder Rekonvaleszenzpferde angeboten werden, können eine extreme Hitze entwickeln. Achte bei der Wahl solcher Produkte darauf, dass sie neben dem Wärmeeffekt auch atmungsaktiv sind.

Nur nachts anlegen

Lege die Stallgamaschen wirklich nur in den kühlen Nachtstunden an. Musst du schon früher vom Stall weg, kannst du eventuell jemand anderen bitten, das noch zu tun. Ansonsten solltest du selbst noch einmal zu deinem Pferd gehen, wenn die Sonne untergegangen ist.

Für Durchlüftung sorgen

Schau, dass du die Gamaschen im Sommer so weit wie möglich anlegst. Schon einige Millimeter mehr Spielraum können für ausreichende Lüftung sorgen. Bei Pferden, die in der Box stehen und sich nicht viel bewegen können, darfst du die Stallgamaschen im Sommer wesentlich lockerer anlegen, als du es von Reiten her gewohnt bist. Achte aber darauf, dass sie nicht über das Fesselgelenk rutschen können.