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Wann soll die Regendecke aufs Pferd?

Draußen ist es trüb, es sieht nach Regen aus. Dein Pferd steht auf dem Paddock. Einmal mehr überlegst du, ab wann die Regendecke aufs Pferd muss. Doch jetzt extra zum Stall fahren, wenn es womöglich gar nicht sein muss? Und später die Decke wieder abnehmen, wenn es aufgehört hat?

Die Frage, ob und wann die Regendecke auf dem Pferd sinnvoll ist, lässt sich nicht ganz einheitlich beantworten. Dennoch gibt es ein paar Anhaltspunkte, an denen du dich orientieren kannst.

Wann eine Regendecke auf das Pferd muss

Es gibt ein paar Fälle, in denen du mit der Decke auf dem Pferd nichts falsch machen kannst:

• Dein Pferd ist sehr alt.
• Dein Pferd ist krank.
• Dein Pferd hat einen sehr empfindlichen Rücken.
• Dein Pferd ist geschoren (in den Übergangszeiten)
• Dein Pferd steht im Freien und kann sich nur wenig bewegen.
• Im Paddock sind nicht genug Unterstände für alle Pferde.

Ab wann ist die Regendecke auf dem Pferd Verweichlichung?

Wahrscheinlich hast du beide Meinungen schon mehrfach gehört: Die einen kriegen gar nicht genug davon, das Pferd zu allen Gelegenheiten einzudecken. Andere sagen, Pferdedecken seien Verweichlichung und unnatürlich.

Tatsächlich lieben und brauchen die meisten Pferde den Reiz von Wind und Wetter. Vielleicht hast du dein Pferd auch schon im strömenden Regen glücklich draußen grasen sehen. Es hätte sich unterstellen oder in einen Innenraum gehen können – doch Fehlanzeige, lieber stand es stundenlang im strömenden Regen.

Das ist in Ordnung, solange dein Pferd, jung, fit und gesund ist. Tatsächlich wäre es in diesem Fall unnötig und Vermenschlichung, das Pferd einzudecken.

Senioren ab 20 Jahren bei Dauerregen einzudecken, ist spätestens ab dem Herbst eine gute Entscheidung. Feuchtigkeit kann Arthrose und andere Gelenkschmerzen fördern. Manchmal wollen ältere oder empfindliche Pferde nicht von der Gruppe weg und setzen sich dann zu lange dem Regen aus, statt sich unterzustellen. Hier ist eine Regendecke eine wertvolle Hilfe und sicher keine Verweichlichung.

Was dir bei der Entscheidung helfen kann

Hoffentlich haben dir diese Anhaltspunkte bei der Frage, wann die Regendecke aufs Pferd muss, schon weitergeholfen.

Hier sind noch ein paar Anhaltspunkte, wie du dich in nicht ganz eindeutigen Situationen verhalten kannst.

Die Jahreszeit beachten

In der kühlen Jahreszeit ist der Regen auch für Pferde schlimmer, als im Sommer. Vom Herbst bis zum zeitigen Frühjahr solltest du die Decke im Zweifelsfall eher auflegen, als weglassen.

Die passende Regendecke

Kaufe eine Regendecke nie zu dick wattiert. Lieber entscheidest du dich für ein ganz dünnes Modell, nimmst das eine Größe größer und ziehst bei Bedarf noch eine Abschwitz-Fleecedecke darunter.
Achte darauf, dass die Regendecke atmungsaktiv ist. So kannst du mit wenig Aufwand dein Deckenmodell selbst der Jahreszeit anpassen.
Eine dünne Decke kannst du bei winterlichem Dauerregen auch auf ein Pferd mit Winterfell legen.

Hör auf dein Gespür

Hast du das Gefühl, dein Pferd friert oder verhält sich unvernünftig, solltest du die Decke einfach auflegen. Hör nicht so viel auf das, was andere sagen und nutze stattdessen deine Intuition. Manchmal zeigen es die Pferde auch, ob sie eine Decke möchten oder nicht. So lange du deinem Pferd keine zu dicke Decke in der warmen Zeit auflegst, kann eigentlich nicht viel schiefgehen.